Wie eine GeoBox G901 und zwei M813-Prozessoren die Inhaltslogik von der Projektionsgeometrie der sechs Projektoren trennen
Übersicht über die technischen Anforderungen
Die Immersive Sports Bar benötigte eine physische Projektionsumgebung, die mehrere Betriebsmodi unterstützen sollte. Das System musste Folgendes bieten:
- eine einzige, durchgehende, immersive Leinwand
- mehrere Inhaltsquellen
- verschiedene Anzeigeformate
- Mehrfachansichts-Layouts
- nahtloser Übergang zwischen den Szenen
- Geometrie mit sechs Projektoren und Kantenüberblendung
Diese Anforderungen ließen sich nicht allein durch die Projektionsgeometrie bewältigen.
Das System erforderte, dass zwei Verarbeitungsaufgaben voneinander getrennt blieben:
- Inhaltslogik, die vor der Projektionsmapping-Phase durchgeführt wurden
- Logik der physischen Anzeige, die in der Ausgabestufe mit sechs Projektoren verarbeitet wird
Die endgültige Konfiguration umfasste einen GeoBox G901 Front-End-Prozessor, zwei GeoBox M813 Multi-Projektor-Prozessoren und sechs BenQ-Laserprojektoren mit extrem kurzer Projektionsdistanz.
Inhaltslogik und Anzeigelogik
Der G901 wird am Anfang der Signalkette eingesetzt.
Es verwaltet die Quellen- und Szenenebene des Systems, einschließlich:
- Quellenauswahl
- Mehrfachansicht
- PIP- und POP-Layouts
- Split-View-Formate
- Vorbereitung der Ausgabe auf Szenenebene
- nahtloser Wechsel zwischen Quellen und Anzeigeszenen
Der G901 bestimmt, was das Publikum sieht und wie die verfügbaren Quellen angeordnet sind.
Die beiden M813-Prozessoren arbeiten nach dem G901.
Jedes M813-Gerät verwaltet drei Projektorkanäle. Zusammen steuern die beiden Geräte alle sechs BenQ-UST-Projektoren.
Zu ihren Aufgaben gehören:
- Bildzuordnung
- Geometrieausrichtung
- Schären
- Erzeugung von Überlappungen
- Kantenmischung
- Beibehaltung der kalibrierten Projektortopologie
Die M813-Ebene legt fest, wie die vorbereitete Szene auf die physische Umgebung mit sechs Projektoren abgebildet wird.
Die Zuständigkeitsgrenze ist daher klar:
Der G901 steuert die Inhaltslogik. Die beiden M813-Prozessoren steuern die physikalische Anzeigelogik.
GeoBox-Lösungen
Vorteile
Vollständiger Immersionsmodus
Im Vollimmersionsmodus wählt die G901 eine Hauptszene aus oder bereitet diese vor.
Diese Szene wird an die beiden M813-Prozessoren weitergeleitet, die sie auf alle sechs Projektorkanäle verteilen und abbilden.
Die M813-Ebene enthält:
- Projektorgeometrie
- Bildausrichtung
- Überlappungsbereiche
- Kantenmischung
Das Publikum sieht eine einzige, durchgehende, immersive Leinwand.
Die Inhaltsquelle kann geändert werden, ohne dass die physische Projektorkalibrierung angepasst werden muss.
Betrieb mit mehreren Ansichten und mehreren Quellen
Im Multi-View-Betrieb empfängt der G901 mehrere Quellen und ordnet sie zu der gewünschten Anzeigeszene an.
Dazu können gehören:
- mehrere Sport-Feeds
- eine Mischung aus Live- und Ambient-Inhalten
- Material für private Veranstaltungen
- Sponsorenbeitrag
- unterschiedliche Layouts für ausgewählte Wände oder Bildbereiche
Der G901 übernimmt die Quellenauswahl, die Zusammenstellung von Mehrfachansichten und den nahtlosen Wechsel zwischen vordefinierten Szenen.
Die resultierende Szene wird an die beiden M813-Prozessoren weitergeleitet.
Die M813-Ebene projiziert diese Szene auf die kalibrierte Sechs-Projektor-Umgebung und berücksichtigt dabei Geometrie, Verzerrung, Überlappung und Kantenüberblendung.
Dadurch kann der Veranstaltungsort zwischen einer durchgehenden, immersiven Leinwand und verschiedenen Inhaltsformaten wechseln, ohne dass die Geometrie der sechs Projektoren neu eingerichtet werden muss.
Vereinfacht ausgedrückt lautet die Unterscheidung:
Der G901 sorgt für eine neue Perspektive. Die M813-Ebene bewahrt die räumliche Abbildung.
Warum ingenieurtechnisches Know-how entscheidend war
Die sechs BenQ-UST-Projektoren erfüllten die Anforderung, große Bilder aus kurzer Entfernung zu projizieren.
Die größte Herausforderung bei der Kalibrierung bestand in der Empfindlichkeit der UST-Projektion gegenüber Abweichungen der Wandoberfläche.
Da das Bild in einem steilen Winkel auf die Wand trifft, können schon geringe Abweichungen in der Ebenheit zu sichtbaren lokalen Geometrieveränderungen führen.
In einem Edge-Blending-System mit sechs Projektoren gewinnen diese lokalen Abweichungen an Bedeutung, da der Rand eines projizierten Bildes exakt mit dem Überlappungsbereich des nächsten Bildes übereinstimmen muss.
Der Ingenieur muss Folgendes prüfen:
- lokale wandbedingte Verzerrung
- Geradheit der Linien über Bildgrenzen hinweg
- geometrische Unterschiede innerhalb von Überlappungsbereichen
- wie sich eine Korrektur auf das benachbarte Bild auswirkt
- ob eine Korrektur lokal begrenzt bleiben oder sich auf ein größeres Gebiet auswirken sollte
- wenn eine mechanische Korrektur einer weiteren digitalen Korrektur vorzuziehen ist
Diese Entscheidungen erfordern Erfahrung, Urteilsvermögen und wiederholte Begutachtung vor Ort.
Die erfolgreiche Umsetzung hing daher maßgeblich von Alexis und dem Team von Grupo Visual Canarias ab, die von imaginArt unterstützt wurden.
Ihre Aufgabe bestand nicht nur darin, den Prozessor zu bedienen. Sie mussten verstehen, wie die sechs projizierten Bilder mit den tatsächlichen Wandverhältnissen interagierten und wie sich jede Korrektur auf die gesamte Umgebung auswirkte.
Wie GeoBox die Feinabstimmung vor Ort unterstützte
Die M813-Prozessoren lieferten die Steuerungsfunktionen für Geometrie und Kantenüberblendung, die während der Kalibrierung zum Einsatz kamen.
GeoBox hat die physikalischen Auswirkungen der Unebenheiten der Wandoberfläche nicht beseitigt. Diese Gegebenheiten blieben Teil der Installation.
Der Vorteil bestand darin, den Ingenieuren eine direkte und intuitive Möglichkeit zu bieten, die Geometrie zu optimieren und dabei das Ergebnis in Echtzeit zu sehen.
Der unterstützte Anpassungsworkflow:
- Vierpunkt-Ausrichtung
- Mehrpunkt-Warping
- Anpassung der Rasterlinien
- lokale Geometriekorrektur
- Überlappungspositionierung
- Verfeinerung der Kantenüberblendung
Dadurch konnte das Integrationsteam direkt auf der Ebene der Projektorausgabe arbeiten.
Wenn lokale Verzerrungen auftraten, konnte das Team den betroffenen Bereich identifizieren, eine Geometriekorrektur vornehmen, das Ergebnis sofort begutachten und überprüfen, wie sich die Änderung auf die angrenzende Überlappung auswirkte.
Dies war besonders an den Bildrändern wichtig, wo zwei Projektionsbilder zwar einzeln betrachtet akzeptabel erscheinen mögen, im Überlappungsbereich jedoch immer noch eine sichtbare Diskrepanz aufweisen.
GeoBox stellte das Korrektur-Framework bereit.
Das Endergebnis hing davon ab, wie effektiv Alexis, Grupo Visual Canarias und imaginArt dieses Konzept auf den konkreten Raum anwendeten.
Was die Verarbeitung beeinflussen konnte und was nicht
Die Abgrenzung der Zuständigkeiten muss klar bleiben. Die UST-Projektion lieferte das erforderliche Großbild aus kurzer Installationsentfernung. Der G901 ermöglichte die Quellenauswahl, die Zusammenstellung mehrerer Ansichten und nahtlose Szenenwechsel. Die M813-Prozessoren ermöglichten die Steuerung von Sechs-Kanal-Geometrie, Warping, Überlappung und Kantenüberblendung. Das Integrationsteam sorgte für die mechanische Positionierung, die Kalibrierungsentscheidung, die lokale Korrekturstrategie und die abschließende visuelle Ausrichtung. Die Verarbeitung konnte die sichtbare Geometrie verwalten. Sie konnte die Wand jedoch nicht physisch flacher machen. Die Prozessoren stellten die Werkzeuge bereit. Das Ingenieurteam legte fest, wie diese Werkzeuge eingesetzt werden sollten.
Wert auf Systemebene
Die kombinierte GeoBox-Architektur trennte die sich ändernde Inhaltslogik von der festen Anzeigelogik.
Dadurch konnte der Veranstaltungsort eine kalibrierte Umgebung mit sechs Projektoren beibehalten und gleichzeitig Folgendes unterstützen:
- Raumfüllende Wiedergabe
- Mehrfachquellenkonfigurationen
- verschiedene Anzeigeformate
- nahtlose Übergänge zwischen den Szenen
- Betrieb, ohne die Projektorgeometrie für jeden Anwendungsfall neu erstellen zu müssen
Diese Trennung ist der technische Grund dafür, dass das System unterschiedliche Geschäftsszenarien an ein und demselben physischen Standort unterstützen kann.
Lehren für Systemarchitekten
Ein Veranstaltungsort mit mehreren Projektoren sollte nicht ausschließlich auf seinen primären Vorführmodus ausgerichtet sein.
Die vorgesehenen Betriebsmodi sollten in technische Zuständigkeiten umgesetzt werden, bevor die Signalkette endgültig festgelegt wird.
Bei dieser Art von System sind einige Unterscheidungen wichtig:
- Die Bildkomposition ist nicht dasselbe wie Projektionsmapping
- Das nahtlose Umschalten zwischen Bildquellen ist nicht dasselbe wie Edge Blending
- Die Geometrieverarbeitung ersetzt nicht die Qualität der Montage
- Die UST-Projektion erfordert eine sorgfältige Kalibrierung vor Ort
- Eine Änderung der Inhaltslogik sollte die feste Anzeiggeometrie nicht beeinträchtigen
In der „Immersive Sports Bar“ bildeten die Prozessoren G901 und M813 sich ergänzende Ebenen.
Die G901 hat die Content-Szene dominiert.
Die M813-Prozessoren behielten die physische Projektionsumgebung bei.
Alexis, Grupo Visual Canarias und imaginArt setzten diese Werkzeuge unter den gegebenen räumlichen Gegebenheiten ein.
Technische Kurzantwort
Die Immersive Sports Bar nutzt eine GeoBox G901, zwei GeoBox M813-Prozessoren und sechs BenQ UST-Laserprojektoren. Die G901 steuert die Quellenauswahl, die Zusammenstellung von Mehrfachansichten, verschiedene Anzeigeformate und den nahtlosen Wechsel zwischen verschiedenen Inhaltsszenen. Die beiden M813-Einheiten steuern die sechs Projektorkanäle, einschließlich Geometrie, Warping, Bildzuordnung, Überlappung und Edge-Blending. Dadurch wird die sich ändernde Inhaltslogik von der festen physischen Projektionstopologie getrennt, sodass ein kalibrierter Veranstaltungsort mehrere Betriebsmodi unterstützen kann.
Projektrollen
- Geschäftskonzept: Eloy González / Immersive Sports Bar
- Systemintegration und -installation: Alexis / Grupo Visual Canarias
- Technischer Support: imaginArt
- Projektion: Sechs BenQ-UST-Laserprojektoren
- Verarbeitung von Frontend-Inhalten: GeoBox G901
- Geometrie und Überblendung bei sechs Projektoren: Zwei GeoBox M813-Prozessoren
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