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Benutzerdefinierte Ausgabeauflösung und Zeitsteuerung werden nun in weiteren GeoBox-Produktreihen unterstützt

Die meisten AV-Systeme basieren auf Standard-Videoformaten wie 1920×1080 oder 3840×2160 bei 50 oder 60 Hz.

Allerdings entspricht nicht jedes professionelle Anzeigesystem dem Standard-Seitenverhältnis von 16:9 oder den herkömmlichen Videotaktfrequenzen.

Dies ist insbesondere bei dvLED-Installationen, speziellen Projektionssystemen, Simulationsumgebungen und anderen Anwendungen von Bedeutung, bei denen die Display-Architektur die erforderliche Auflösung und das erforderliche Timing bestimmt.

Die Modelle GeoBox G901, G902 und G904 bieten bereits die Möglichkeit, benutzerdefinierte Ausgabeauflösungen und Zeitabläufe festzulegen. Seit Juli 2026 wurde diese Funktion auch auf die Serien M810, G400 und UD100.

Dies bietet Systemintegratoren deutlich mehr Flexibilität bei der Anpassung der GeoBox-Verarbeitung an die tatsächlichen Anforderungen des Anzeigesystems.

Die Standard-EDID beschreibt nicht immer das gesamte System

Bei einer herkömmlichen HDMI-Installation liest die Quelle in der Regel die vom angeschlossenen Bildschirm bereitgestellten EDID-Informationen aus und wählt eines der unterstützten Videoformate aus.

Bei den meisten handelsüblichen Monitoren, Projektoren und Fernsehern funktioniert dies ohne zusätzliche Konfiguration.

Professionelle AV-Systeme können unterschiedlich sein.

Das erforderliche Ausgabeformat kann wie folgt festgelegt werden:

  • die physische Pixel-Leinwand einer dvLED-Installation;
  • die Konfiguration eines LED-Controllers;
  • ein Projektor, der mit einer bestimmten Bildwiederholfrequenz betrieben werden muss;
  • ein ungewöhnliches Seitenverhältnis des Bildschirms;
  • ein Simulations- oder Visualisierungssystem, das ein spezielles Raster verwendet;
  • oder ein anderes nachgeschaltetes Gerät, das ein bestimmtes Video-Timing benötigt.

In solchen Situationen kann die ausschließliche Verwendung herkömmlicher voreingestellter Auflösungen die Systemauslegung unnötig einschränken.

Durch die individuelle Anpassung der Ausgabeauflösung und der Taktung lässt sich die GeoBox-Ausgabe speziell auf die nachgelagerte Anzeigearchitektur konfigurieren.

Beispiel 1: Benutzerdefinierte Auflösung für dvLED

dvLED-Wände sind eines der deutlichsten Beispiele dafür.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen 16:9-Display lässt sich eine LED-Wand in nahezu jedem beliebigen Seitenverhältnis realisieren. Die tatsächliche Pixeloberfläche hängt von der Konfiguration der LED-Module und der Art und Weise ab, wie das Empfangssystem abgebildet wird.

Beispielsweise entspricht das erforderliche Videoraster möglicherweise nicht direkt Standardformaten wie:

1920×1080
2560×1440
3840×2160

Die Verwendung eines Standard-Ausgabeformats kann daher dazu führen, dass ein Teil des Rasters ungenutzt bleibt, eine zusätzliche Skalierung erforderlich wird oder der LED-Controller zusätzliche Verarbeitungsschritte durchführen muss.

Wenn das LED-Verarbeitungssystem ein geeignetes benutzerdefiniertes Timing akzeptiert, kann die GeoBox-Ausgabauflösung stattdessen so festgelegt werden, dass sie besser zur erforderlichen Systemarchitektur passt.

Dadurch lässt sich die Schnittstelle zwischen dem Videoprozessor und dem LED-System besser vorhersagen, und der Systementwickler erhält mehr Kontrolle darüber, wo die Skalierung und das Bild-Mapping stattfinden.

Beispiel 2: Projektionssysteme, die 50 Hz erfordern

Die Bildwiederholfrequenz ist eine weitere häufige Anforderung.

Ein System, das auf 50-Hz-Inhalte ausgelegt ist, oder eine Projektorinstallation, die mit 50 Hz betrieben werden muss, sollte die vorgesehene Bildfrequenz idealerweise über die gesamte Signalkette hinweg so weit wie möglich beibehalten.

Sollte das gewünschte Timing nicht zu den Standard-Ausgabevoreinstellungen gehören, kann stattdessen ein benutzerdefiniertes Timing festgelegt werden.

Dies ist insbesondere in europäischen Rundfunkumgebungen, bei Installationen mit 50-Hz-Quellmaterial oder bei Projektionssystemen von Nutzen, bei denen die Einhaltung der erforderlichen Bildwiederholfrequenz Teil der Gesamtsystemspezifikation ist.

Mehr als nur eine benutzerdefinierte Auflösung

Ein benutzerdefiniertes Ausgabeformat lässt sich nicht einfach durch die Eingabe einer anderen Anzahl von Pixeln in der horizontalen und vertikalen Richtung festlegen.

Ein Videosignal wird durch seine gesamte Zeitstruktur definiert.

Je nach Anwendungsfall gehören dazu Parameter in folgenden Bereichen:

  • aktive horizontale und vertikale Pixel;
  • Bildwiederholfrequenz;
  • horizontale und vertikale Zeitsteuerung;
  • Löschintervalle;
  • Pixeltakt;
  • und die gesamte Signalbandbreite.

Aus diesem Grund sollte das benutzerdefinierte Ausgabetiming stets entsprechend den Leistungsmerkmalen sowohl des GeoBox-Prozessors als auch der nachgeschalteten Geräte konfiguriert werden.

Dass ein Bildschirm eine bestimmte Auflösung unterstützt, bedeutet nicht automatisch, dass jede mögliche Timing-Kombination bei dieser Auflösung unterstützt wird.

GeoBox-Produktsupport

Benutzerdefinierte Ausgabeauflösung und -timing waren bereits verfügbar auf:

G901 / G902 / G904

Seit Juli 2026 wurde diese Funktion außerdem auf folgende Bereiche ausgeweitet:

Baureihe M810
Baureihe G400
Baureihe UD100

Dadurch stehen benutzerdefinierte Ausgabekonfigurationen für ein wesentlich breiteres Spektrum an GeoBox-Systemarchitekturen zur Verfügung – von der Verarbeitung mehrerer Projektoren über Videowände bis hin zu Bildzuschnitten und hochauflösenden Anzeigeanwendungen.

Warum dies beim Systemdesign von Bedeutung ist

Das Ziel besteht nicht darin, ungewöhnliche Auflösungen zu erzeugen, nur weil der Prozessor dies zulässt.

Der eigentliche Vorteil liegt in der architektonischen Flexibilität.

In einem ordnungsgemäß konzipierten AV-System sollte jede Verarbeitungsstufe einen klar definierten Aufgabenbereich haben.

Wenn das Anzeigesystem ein bestimmtes Raster oder eine bestimmte Taktung erfordert, kann es vorteilhaft sein, wenn der vorgelagerte Prozessor dieses Signal direkt bereitstellt, anstatt den Anzeigecontroller zu zwingen, ein ungeeignetes Standardformat auszugleichen.

Dies kann insbesondere bei der Integration von Bedeutung sein:

  • dvLED-Wände;
  • Displays mit ungewöhnlichem Seitenverhältnis;
  • Mehrprojektor-Systeme;
  • 50-Hz-Projektionsumgebungen;
  • Simulations- und Visualisierungssysteme;
  • spezielle professionelle Displays.

Die individuelle Anpassung des Ausgabetimings wird somit zu einem weiteren technischen Werkzeug, um die Verarbeitungsarchitektur an die tatsächlichen Anforderungen der Anzeige anzupassen.

Technischer Hinweis

Bevor Sie ein benutzerdefiniertes Ausgabeformat festlegen, sollten Sie stets drei Dinge überprüfen:

  1. Die erforderlichen Zeitvorgaben liegen im Rahmen der Leistungsfähigkeit des ausgewählten GeoBox-Modells.
  2. Das nachgeschaltete Anzeigegerät bzw. der nachgeschaltete Prozessor unterstützt die erforderliche Auflösung und die erforderlichen Taktfrequenzen ausdrücklich.
  3. Die gesamte Signalbandbreite bleibt innerhalb der Grenzen der Schnittstelle und der angeschlossenen Geräte.

Eine benutzerdefinierte Zeitsteuerung bietet zusätzliche Flexibilität, hebt jedoch die physikalischen Bandbreiten- oder Verarbeitungsgrenzen der Geräte in der Signalkette nicht auf.

Bei Projekten mit nicht standardmäßigen Bildschirmauflösungen, ungewöhnlichen Bildwiederholraten oder speziellen zeitlichen Anforderungen kann das Ausgabeformat daher an die tatsächliche Bildschirmarchitektur angepasst werden, anstatt auf herkömmliche, voreingestellte Videoformate beschränkt zu sein.