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Projektkontext

VideobriX benötigte eine kompakte Überwachungsanlage für den Shader-Raum in einem SNG-Übertragungswagen.

Traditionell wurde diese Aufgabe mit drei separaten High-End-Monitoren von Sony bewältigt, auf denen jeweils ein Live-Kamerasignal angezeigt wurde. Die Anforderung an die Überwachung bestand nicht lediglich darin, drei Bilder anzuzeigen, sondern eine Echtzeit-Übersicht für die Kameraeinstellung in einer räumlich begrenzten Sendeumgebung zu gewährleisten.

In dieser Konfiguration setzte VideobriX eine andere Display-Architektur ein: ein 42-Zoll-High-End-Display im Hochformat, auf dessen Bildschirm drei Live-Kamerabilder vertikal von oben nach unten angeordnet waren.

Systemeinschränkung oder Risiko

In einem Shader-Raum müssen nicht nur mehrere Kamerabilder sichtbar sein. Diese Bilder müssen auch technisch zuverlässig sein.

Entscheidungen zur Bildanpassung der Kamera hängen von der visuellen Beurteilung in Echtzeit ab. Der Bediener muss die Kamerabilder hinsichtlich Timing, Farbverhalten, Auflösung und Bildintegrität zuverlässig vergleichen können. Wenn die Übertragungskette sichtbare Verzögerungen, Kompressionsartefakte, reduzierte Chroma-Abtastung, instabile HDR-Verarbeitung oder inkonsistente Skalierung verursacht, zeigt das Display zwar weiterhin ein Bild an, dieses stellt jedoch keine verlässliche Referenz mehr für die Farbkorrektur dar.

Für VideobriX war dies die entscheidende Herausforderung. Das System musste drei Live-Kamerabilder auf einem 42-Zoll-Display im Hochformat zusammenführen und dabei die Bildverarbeitungsqualität gewährleisten, die in einer professionellen Rundfunkumgebung erwartet wird.

Die Wahl fiel auf den G901, da er diese Aufgabe hardwaremäßig bewältigen konnte. Seine Spezifikationen unterstützen 4K/60-Eingänge, 4:4:4-Chroma-Sampling, HDR-BT.2020-Eingangsverarbeitung, RGB-4:4:4-Ausgabe, echte 10-Bit-Verarbeitung, programmierbare Ausgabeauflösung und eine Latenz von einem Bild bei 60 Hz. Diese Eigenschaften waren im Shader-Raum keine Nebensache. Sie waren der Grund dafür, dass die Ein-Monitor-Architektur drei separate High-End-Monitore von Sony ersetzen konnte, ohne den Verwendungszweck des Raums zu verändern. Schauen Sie sich die GeoBox G901 UHD-Multiview-Prozessor.

Zuständigkeit für die technische Ebene

In diesem System fungierte die GeoBox G901 als Bildverarbeitungsschicht zwischen den Live-Kamerabildern und dem Porträtmonitor.

Seine Aufgabe bestand darin, die Kamerasignale zu empfangen, sie über einen unkomprimierten Hardware-Verarbeitungspfad zu verarbeiten, sie in einem Multiview-Layout mit drei Fenstern von oben nach unten anzuordnen und ein stabiles RGB-4:4:4-Signal an das 50-Zoll-Display auszugeben.

Diese Funktion unterschied sich von einer herkömmlichen Monitor-Split-Funktion oder einem softwarebasierten MultiViewer-Layout. Der G901 sorgte bereits vor der Anzeige des Bildes auf dem Bildschirm für die erforderliche Signalverarbeitung. Er unterstützte HDMI- und DisplayPort-Eingänge, Signalverarbeitung der 4K-Klasse, programmierbare Ausgangstiming-Einstellungen sowie integrierte MultiViewer-Funktionen mit 3- und 4-facher Bildaufteilung. 

Laut VideoBriX war diese Kombination im Shader-Raum von entscheidender Bedeutung. Die Anforderung bestand nicht einfach darin, drei Kamerabilder auf einem Bildschirm anzuzeigen. Vielmehr sollten die drei Bilder auch nach ihrer Zusammenführung, Skalierung und Drehung in ein Hochformat weiterhin als Referenzbilder für die Echtzeitübertragung nutzbar bleiben.

3-fach-Multiview

Zusammenfassung der Umsetzung

VideobriX ersetzte eine Shader-Raum-Konfiguration mit drei Monitoren durch einen einzigen 42-Zoll-High-End-Monitor, der im Hochformat installiert wurde.

Drei Live-Kameraübertragungen wurden an das G901. Der G901 ordnete diese Feeds mithilfe seiner integrierten Multiview-Verarbeitung vertikal von oben nach unten auf dem Hochformat-Bildschirm an. Das Ausgangssignal wurde als ein einziges Anzeigesignal an den Monitor gesendet.

Der G901 behielt den Signalpfad als dedizierten Hardwareprozess bei. Er unterstützte die Verarbeitung von HDR-BT.2020-Eingangssignalen und eine vollfarbige RGB-4:4:4-SDR-Ausgabe mit einer Latenz von nur einem Frame (weniger als 16 ms bei 60 Hz).  Für VideobriX machte dies den Unterschied zwischen einer einfachen, platzsparenden Display-Idee und einer für den Rundfunk geeigneten Shader-Room-Monitoring-Architektur aus.

Beobachtetes Ergebnis

Der Shader-Raum könnte von drei separaten High-End-Monitoren von Sony auf ein einziges 50-Zoll-Display im Hochformat umgestellt werden, ohne dass die Funktionsfähigkeit der drei Live-Kamerabilder beeinträchtigt würde.

Das Ergebnis war eine kompaktere Überwachungsstruktur im SNG-Übertragungswagen. Der G901 übernahm die Multiview-Zusammensetzung, die Hochformat-Anzeige, die Bildskalierung, die HDR-/BT.2020-Signalverarbeitung sowie die RGB-4:4:4-Ausgabe auf Hardwareebene. Dadurch konnte die Anzeigearchitektur angepasst werden, während die Zuständigkeit für die Überwachung auf Systemebene unverändert blieb.

Kurze technische Antwort

VideobriX setzte die GeoBox G901 ein, um drei separate Monitore im Shader-Raum durch ein einziges 542-Zoll-Display im Hochformat in einem SNG-Übertragungswagen zu ersetzen. Der G901 kombinierte drei Live-Kamerabilder zu einem Multiview-Layout von oben nach unten und gewährte dabei eine Latenz von einem Einzelbild, HDR-BT.2020-Eingangsverarbeitung sowie RGB-4:4:4-Ausgabe. Dank der hardwarebasierten Verarbeitung konnte auf einen PC oder Software-Compositor im Live-Monitoring-Pfad verzichtet werden.  Laut VideobriX war diese Bildverarbeitungsfähigkeit entscheidend für den Einsatz eines einzelnen Hochformat-Monitors als zuverlässiges Referenzdisplay im Shader-Raum.